Vor der Behandlung

Etwa 2 Stunden vor der Behandlung sollte Ihr Pferd weder geritten noch longiert worden sein. Ein ruhiger Platz, an dem sich ihr Pferd wohl fühlt, ist für die Behandlung optimal. Gerne behandle ich Ihr Pferd auch in seiner Box.

Für den Erfolg der Behandlung ist es wichtig, dass ich mir einen möglichst umfassenden Gesamteindruck von der Situation Ihres Pferdes verschaffen kann. Dazu gehört ein ausführliches Anamnesegespräch, indem wir klären, welche aktuellen Probleme es gibt, welche Vorerkrankungen, Unfälle oder Verletzungen sind bekannt, wie wird das Pferd gehalten, gefüttert, geritten.

Bei der anschließenden Untersuchung achte ich zunächst auf den Allgemeinzustand Ihres Pferdes, das Exterieur, den Ernährungszustand, die Gliedmaßenstellung, die Hufbearbeitung und den Zustand der Zähne. Danach untersuche ich die Muskulatur auf schmerzhafte Bereiche und dokumentiere das in dem Behandlungsbogen.

Falls erforderlich schaue ich mir auch die Ausrüstung des Pferdes an.

Während

Das An- und Entspannen eines Muskels wird über das Nervensystem gesteuert. Der wichtigste Nerv für die „entspannten Momente“ ist der Parasympathikus; er unterstützt den Organismus bei der Regeneration und Heilung. Der Gegenspieler davon ist der Sympathikus; er steuert die Überlebensinstinkte, ist zuständig für die Flucht oder den Kampf. Er ist auch aktiv bei Stress und Schmerzen.

In der Behandlung spreche ich das Parasympathische Nervensystem an, indem ich den Reaktionen des Pferdes auf meine Berührung folge. Dabei ist es wichtig, unter der Überlebens- und Widerstandsgrenze des Pferdes zu bleiben. Durch das Halten bestimmter Lösungspunkte kann der Muskeltonus weiter herabgesetzt werden. In diesem entspannten Zustand kann ich die Beweglichkeit der einzelnen Gelenke abfragen und den Bewegungsspielraum erhöhen.

Danach

Nach der Behandlung kann es gut sein, dass Ihr Pferd „Muskelkater“ haben wird. Durch die Behandlung werden Muskeltoxine frei, deren Abbau bis zu 48 Stunden dauern kann.

Das kann auch dazu führen, dass Ihr Pferd im Anschluss an die Behandlung erst einmal schlechter läuft. Um die Regeneration zu unterstützen, sollte sich das Pferd auf der Wiese oder dem Paddock möglichst frei bewegen können. Nach 2 Tagen können Sie mit leichter Arbeit beginnen. Die Behandlung wirkt bis zu 2 Wochen nach. In dieser Zeit kann es erforderlich sein, mit dem Training vorsichtig zu sein.

Folgebehandlung

Schon nach der ersten Behandlung bessert sich der Zustand Ihres Pferdes deutlich. Abhängig davon, wie lange die Kompensationsmuster schon bestehen und wie intensiv Ihr Pferd trainiert wird, kann es erforderlich sein, dass Ihr Pferd regelmäßig behandelt werden sollte.

Dauer des Termins

Die erste Behandlung Ihres Pferdes dauert mit dem Anamnesegespräch etwa 2 bis 2,5 Stunden. Die Folgebehandlung, innerhalb von 4 bis 6 Wochen, dauert meist 1,5 bis 2 Stunden.